Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
 Universitätsmedizin Leipzig

Ambulanz affektive Störungen

Leitung: PD Dr. med. Maria Strauß

Ärztliche Mitarbeiter: Dr. med. Julia Thormann, Dr. med. Dirk Wittekind

Die affektiven Störungen sind eine Gruppe von psychischen Erkrankungen, die vor allem durch eine klinisch relevante Veränderung der Stimmungslage gekennzeichnet sind. Die Stimmung kann in Richtung Depression gedrückt oder in Richtung Manie gesteigert sein. Am häufigsten kommen depressive Erkrankungen vor. Das Risiko im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken liegt bei ca. 16-20%. Depressionen gehen wie kaum eine andere Erkrankung mit hohem Leidendruck einher und beeinträchtigen die Patienten massiv in ihrer gesamten Lebensführung. Depressive Patienten leiden über einen längeren Zeitraum an einer deutlich gedrückten Stimmung und beklagen meistens einen Interessenverlust sowie eine Antriebsminderung. Aber auch Konzentrationsprobleme, starke Selbstzweifel, Schlafstörungen, Appetitminderung, Schuldgefühle, Grübelneigung, Suizidgedanken und multiple körperliche Beschwerden können im Rahmen einer Depression auftreten. Depressionen können sowohl episodisch als auch chronisch verlaufen. Bei ca. einem Fünftel der depressiv erkrankten Patienten treten zusätzlich hypomanische, manische oder sogenannte gemischte (gleichzeitiges Vorhandensein von depressiven und manischen Symptomen) Episoden auf. In diesen Fällen spricht man von einer bipolaren affektiven Störung.

Diagnostisches Angebot

• Allgemeinpsychiatrische körperliche und psychische Untersuchung
• Erhebung von psychosozialen Einschränkungen und Belastungen
• Neuropsychologische Untersuchung
• Laborchemische Untersuchungen (z.B. Schilddrüsenhormone)
• Bildgebende Untersuchungen (z.B. MRT des Gehirns)
• Neurophysiologische Untersuchungen (z.B. EEG)
• Erfassung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der allgemeinen motorischen Aktivität mittels Aktometrie

Behandlungsspektrum

Auf der Grundlage der umfangreichen Diagnostik wird ein individueller Behandlungsplan aus folgenden Elementen erstellt:

• Leitliniengerechte Medikamentöse Behandlung
• Psychoedukation
• Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppe
• Entspannungsverfahren
• Soziales Kompetenztraining
• Ergotherapie
• Sport- und Bewegungstherapie
• Soziotherapie

Sollte im Krisenfall oder bei schwerer Ausprägung der Symptomatik eine stationäre Behandlung nötig sein, kann diese auf unserer Spezialstation für Affektive Störungen erfolgen. Die Organisation der stationären Aufnahme erfolgt durch unsere Ambulanz.

 
Letzte Änderung: 14.03.2017, 11:25 Uhr
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