Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
 Universitätsmedizin Leipzig

Deutsches Bündnis gegen Depression

Leiter der Forschung: Prof. Dr. Ulrich Hegerl

Kontakt

Dipl. Psych. Ines Heinz
Deutsches Bündnis gegen Depression, Projektleiterin
Anschrift: Universitätsklinikum Leipzig AöR
Department für Psychische Gesundheit
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, HAUS 13, 04103 Leipzig
Telefon: +49 (0)341-9724585
Fax: +49 (0)341-9724589
E-Mail: Ines.Heinz@medizin.uni-leipzig.de

Der gemeinnützige Verein "Deutsches Bündnis gegen Depression e.V." entstand im Rahmen des "Kompetenznetzes Depression, Suizidalität" und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Bündnisses ist es, die gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern und das Wissen über die Krankheit in der Bevölkerung zu erweitern. Zahlreiche Städte und Kommunen haben sich dem Bündnis angeschlossen und engagieren sich auf lokaler Ebene. Dieses Aktionsprogramm versucht, durch gleichzeitige Intervention auf vier Ebenen die Versorgungssituation für depressiv erkrankte Menschen zu verbessern und auf diese Weise auch Suizide zu verhindern. Die Intervention erfolgt auf Ebene 1, der "Kooperation mit Hausärzten", auf Ebene 2, "Aufklärung der Öffentlichkeit", auf Ebene 3 "Zusammenarbeit mit Multiplikatoren" und auf Ebene 4, welche spezielle "Angebote für Betroffene und Angehörige" beinhaltet. Das Projekt wurde erstmals in Nürnberg getestet (ein Jahr Baseline-Erhebung und zwei Jahre Intervention).

Die Ergebnisse waren vielversprechend: Die Zahl der suizidalen Handlungen konnte während der beiden Jahre, in denen Interventionen stattfanden, im Vergleich zur Baseline und zur Kontrollregion Würzburg um 24% gesenkt werden - ein nicht nur statistisch signifikanter sondern auch klinisch sehr bedeutsamer Rückgang. Besonders ausgepägt war der Rückgang bei den schweren Suizidversuchen. Die Forschung innerhalb des Deutschen Bündnis gegen Depression befasst sich mit der Evaluation der 4-Ebenen-Intervention: Auswertung der Veränderungen der Häufigkeiten suizidaler Handlungen (Suizide und Suizidversuche), Veränderungen der öffentlichen Wahrnehmung des Themas "Depression", Erfassung von Ängsten und Vorurteilen.

 
Letzte Änderung: 28.11.2011, 11:35 Uhr
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