Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
 Universitätsmedizin Leipzig

Nikotinrezeptorenverfügbarkeit gemessen mit 2-[18F]A-85380 PET und Vigilanzregulation

Projektmitarbeiter

Dr. I. Burgos Guerrero, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, PD Dr. P. Schönknecht, S. Olbrich, C. Sander

Kooperationspartner

Prof. Dr. med. Osama Sabri Direktor Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Leipzig

Finanzierung

Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Referat Forschung Finanzierung in Rahmen der internen Projektförderung (Formel-1-Programm)

Zielsetzung

In der vorliegende Studie soll untersucht werden, ob ein Zusammenhang zwischen der nAChR-Verfügbarkeit in subkortikalen, vigilanzregulierenden Strukturen mit der Stabilität der Vigilanzregulation besteht. Unsere Hypothese ist, dass eine höhere nikotinische Neurotransmission mit einer besseren Vigilanzstabilität einhergeht. Aus bisherigen Studien ist bekannt, dass die nikotinische Neurotransmission bei aktiven Rauchern gegenüber Nichtrauchern oder abstinenten Rauchern verbessert ist. Die nAChR-Verfügbarkeit steht möglicher Weise im Zusammenhang mit einer verbesserten Vigilanzstabilität bei aktiven Rauchern.

Fragestellung

  1. Wie ändert sich das EEG bzw. EEG-Vigilanzdynamik nach Nikotinentzug?
  2. Wie ändert sich die nAChR-Verfügbarkeit vor und nach Nikotinentzug?
  3. Ist eine Korrelation zwischen Änderungen der Vigilanzregulation bzw. der nAChR-Verfügbarkeit zu sehen? Und wenn ja, in welchen Hirnregionen?

Methodik

Die individuelle nAChR-Vefügbarkeit kann über den von der Arbeitsgruppe von Prof. Sabri klinisch etablierten Liganden 2-[18F]A-85380 durch PET im Tagesverlauf ermittelt werden. Die Vigilanzschwankungen können mittels paralleler EEG-Ableitung erfasst werden. Somit sind beide Verfahren geeignet - bei simultaner Messung - individuelle und dynamische Kenngrößen sowohl der Rezeptorverfügbarkeit als auch der Vigilanzdynamik präzise zu erfassen. Aus diesem Grund sollen in der beantragten Studie während der PET-Messung zeitgleich ein EEG aufgezeichnet werden.
Bei Probanden mit Nikotinabhängigkeit soll untersucht werden, wie sich die nAChR-Verfügbarkeit und zeitgleich die Vigilanzregulation unter gewohntem Rauchverhalten und nach 24-stündigem Nikotinentzug verändert.

 
Letzte Änderung: 23.05.2012, 11:26 Uhr
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